Das
bin ich – Ich heiße Jutta Lindekugel und übersetze
aus dem Ukrainischen, Russischen, Französischen und Englischen.
So
kam ich zum Übersetzen – Während meiner Studienzeit in den
1990er Jahren faszinierte mich der Umbruch im mir noch wenig bekannten
Osteuropa. Nachdem ich von Moskau und St. Petersburg aus Sibirien mit der
Transsib erkundet hatte, war die Bahnreise von Berlin bis auf die Krim ein Klacks. Mit diesem Trip begann meine tiefe Sympathie für die Ukraine, ihre
Geschichte, ihre Landschaften, ihre Menschen und deren Mentalität, die
ukrainische Sprache, Kultur und Literatur. Ein Auslandssemester in Kyjiw organisierte ich mangels
existierender Strukturen selbst. Am damals einzigen Lehrstuhl für Ukrainistik
in Greifswald promovierte ich 2002. Neben verschiedenen Festanstellungen blieb ich
freiberuflich als Redakteurin und Übersetzerin tätig und wurde Gründungsmitglied
von translit. Für translit habe ich die Projekte „Der blaue Frosch“ und
„translated-animated“ geleitet. Als besonders fruchtbar empfinde ich die Zusammenarbeit mit der Lektorin Sophie Fendel, mit der ich seit 2022 zusammenarbeiten darf.
Besonderes
aus meinem Katalog – Für Olena Sachartschenkos Kämpferinnen.
Roman über den Majdan. (Mauke, 2023) habe ich hartnäckig bei
verschiedensten Verlagen geworben, denn hier werden die Ereignisse von
2013/2014 auf originelle, spannende Weise erzählt. Als die Autorin zuletzt in Bloß
nicht bellen (Mauke, 2025) das Schicksal von Haustierbesitzer:innen im Krieg auf anrührende Art schilderte, war der Mauke Verlag schnell überzeugt. Mit Freude übersetze ich zudem Dialoge sowie Untertitel für Dokumentationsfilme
über Krieg und Alltag in der Ukraine oder den Libanon,
etwa Das Kellergefängnis von Jahidne.
Zuletzt
erschienen – Im August 2025 erschien Artem Tschapajs
Erzählband Die Ukraine, der sich in Form eines Road-Trips durch alle
Landesteile mit der Suche der Ukraine nach ihrer Identität befasst. Eine Erzählung daraus erschien auf Englisch im US-Magazin The New Yorker.
Wenn
ich nicht übersetze - kümmere ich mich um Besuchergruppen im Bonner Haus der Geschichte oder an den dortigen historischen Orten.
e-Mail: jutta.lindekugel@translit-portal.de