Unsere Übersetzer:innen



Übersetzerinnen und Übersetzer im Verein translit

Kati Brunner

Kati Brunner

Das bin ich – Ich heiße Kati Brunner (*1977) und übersetze Lyrik, Prosa sowie Sach- und
Fachliteratur aus dem Ukrainischen. Mein Herz schlägt zudem für Kinder- und
Jugendliteratur sowie die Vermittlung von Übersetzungskompetenz.
So kam ich zum Übersetzen
– Eher romantische Träumereien vom Übersetzen hatte ich schon
sehr früh. Während meines Slawistikstudiums und dank einiger Zufälle lernte ich die
ukrainische Literatur lieben. Im Rahmen von Stipendien und Austauschprogrammen hatte ich
zudem das Glück, mehrere Jahre in der Ukraine leben und tief in Sprache, Kultur und Alltag
eintauchen zu dürfen. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Übersetzen fehlten
jedoch lange Zeit Anknüpfungspunkte und Zugänge. Die erste Tür war ein Workshop 2004 in
Lwiw, den Claudia Dathe in Kooperation mit der Deutschen Botschaft in der Ukraine und
dem Literarischen Colloquium Berlin organisierte. Es folgten ein weiterer Workshop, und die
Gründung von translit e.V.. Parallel zu unseren Projekten begann ich mich im Rahmen meiner
Lehrtätigkeit auch mit Fragen der Übersetzungsdidaktik zu beschäftigen. Alles zusammen
macht mich heute als Übersetzerin aus.
Besonderes aus meinem Katalog
– Alle Übersetzungsprojekte, an denen ich beteiligt war,
sind für mich jedes auf seine Weise besonders, denn sie sind auch Zeugen der Zeit. Mit
„Skype Mama“ (edition.fototapeta 2013) haben wir zum Beispiel ein gesellschaftliches
Thema berührt, das noch immer und nicht nur für die Ukraine aktuell, aber angesichts des
russischen Angriffskriegs in den Hintergrund gerückt ist: Die Einschnitte und Folgen, die
Arbeitsmigration sowie die Abwesenheit von Eltern(teilen) für Familie, Persönlichkeit und
Gesellschaft mit sich bringen.
Zuletzt erschienen
– Im Herbst 2024 im Mauke Verlag: Halyna Wdowytschenkos „36 und 6
Katzen“. Ein Buch voller charakterstarker Samtpfoten mit Macken, Schwächen aber auch
ganz viel Courage. Sie geraten in Not, wagen Unmögliches, zanken, tanzen und sind am Ende
nicht nur Gerettete, sondern werden selbst zu Rettern.
Wenn ich nicht übersetze
– betreue ich online von Deutschland aus das DAAD Lektorat an
der Juriy Fedkowytsch Universität Tscherniwzi, engagiere mich im Förderverein vom
Zentrum Gedankendach Tscherniwzi und beschäftige mich wissenschaftlich mit der deutsch-
ukrainischen Schriftstellerin Olha Kobyljanska (1863-1942).