Lukas Joura
Das bin ich – Mein Name ist Lukas Joura (geb.
1996 in Wien) und ich übersetze aus dem Ukrainischen ins Deutsche.
So kam ich zum Übersetzen – Meinen ersten
Kontakt mit der Ukraine hatte ich schon im Schulalter, als ich im Sommer 2013
erstmals nach Kyjiw und in das zentralukrainische Tscherkasy reiste. Nach
Absolvierung meines Zivildienstes in der Republik Moldau, in der die
Ukrainer*innen die zweitgrößte ethnische Gruppe sind, habe ich in Berlin
Slawistik studiert, was mir auch die Möglichkeit brachte zwei Jahre (2018-19)
in der Ukraine zu leben. Zudem absolvierte ich längere Aufenthalte in Cambridge
(UK) und Toronto, wo ich mich in ukrainischer Kultur- und Literaturwissenschaft
vertiefen konnte.
Besonderes aus meinem Katalog – Eines meiner
Lieblingsbücher ist Walerjan Pidmohylnyjs Die Stadt, das nicht nur einen
tollen Einblick in das Leben in Kyjiw in der frühsowjetischen Ukraine, sondern
auch ein zeitloser Entwicklungsroman über Heranwachsen, Männlichkeit und
Herkunft ist. 2022 erschien unsere Übersetzung, an der ich gemeinsam mit
Alexander Kratochvil, Jakob Wunderwald und Lina Zalitok arbeiten durfte, im
Berliner Guggolz Verlag.
Zuletzt erschienen – Mit Tamara Dudas Donezk
Girl, das ich zusammen mit Annegret Becker und Alexander Kratochvil
übersetzt habe, ist nun eines der erfolgreichsten Bücher in der Ukraine der
letzten Jahre auf Deutsch erhältlich. Dass es auch im deutschsprachigen Raum
eine große Resonanz (u.a. Dörlemann ZuSatz-Preis 2025) erzeugt hat, freut mich
sehr, denn es zeigt wie wichtig Übersetzung dafür ist, Ukrainer*innen ein Gehör
auf Deutsch zu verschaffen.
Wenn ich nicht übersetze – Dann beschäftige
ich mich wissenschaftlich mit ukrainischer Kultur und Literatur und bin als
Kultur- und Wissenschaftsmanager zwischen Deutschland, Österreich, Polen und
der Ukraine unterwegs. In meiner Freizeit lese, koche und reise ich am
liebsten.
Foto: Giorgia Maurovich
e-Mail: lukas.joura@translit-portal.de