Ich bin die Revolution - Julija Artjomowa
»Wenn sie keine Revolution wollen, warum verlegen sie dann auf
ihren Plätzen Pflastersteine?« Die Heldin im Roman der belarusischen
Autorin Julia Artjomowa beginnt ihre Reise auf dem Majdan in Kyjiw und
gelangt über Minsk schließlich nach Moskau. Als Fotografin soll sie dort
eine Fotoserie erstellen. Sie trifft auf eine Gruppe von Freunden und
ein Geflecht von zunächst schwer verständlichen Beziehungen. »Я и есть
революция« / »Ich bin die Revolution« ist eine sehr ehrliche, sehr
weibliche und auf eine gute Art böse Geschichte über Revolution und
Liebe, über Brüderlichkeit und Schwesternschaft, über sich auflösende
Illusionen und das Erwachsenwerden als Entscheidung. Die Revolution
zeigt sich hier vor allem als das Drama des modernen Menschen, der von
seinem Gewissen, den Widersprüchen der Gesellschaft und dem Wunsch nach
Freiheit und Glück gequält wird. Auch diese Revolution wird in einer
Befreiung enden – wie alle Revolutionen über kurz oder lang.
Aus dem Ukrainischen von Jakob Wunderwald.
128 S.
Mauke 2026.